7x typisch Ostsee

Was zeichnet die Ostsee rund um die Lübecker Bucht aus? Was sollten Besucher wissen, ausprobieren, kennenlernen? Sieben ausgewählte Tipps für alle, die mehr über Besonderheiten in Deutschlands Norden wissen wollen.

1. Moin, Moin

Ob morgens, mittags oder abends: „Moin“ oder „Moin, Moin“ passt immer als Begrüßung. Als Grußwort ist „Moin“ im Norden Deutschlands seit rund 200 Jahren bekannt. Woher genau das Wort stammt, darüber sind sich die Sprachwissenschaftler nicht einig. Fix ist jedoch, dass „Moin, Moin“ nicht nur in Norddeutschland verwendet wird. Auch im Süden Dänemarks, in Luxemburg und in Teilen der Niederlande sind ähnliche Wörter gebräuchlich. Mit „Moins“ grüßt man sogar auch in der Gegend von Bern in der Schweiz.

 

2. Fischbrötchen

Ohne Fischbrötchen geht im Norden nichts: Fairerweise muss man sagen, dass die Fischbrötchen-Kultur sowohl an der Nordsee als auch an der Ostsee gepflegt wird. An der Ostsee jedoch etwas intensiver: Denn nur hier, in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern, wird jedes Jahr am ersten Samstag im Mai der „Weltfischbrötchentag“ gefeiert. Was kommt rein ins Fischbrötchen? Fisch aus der Region, versteht sich. Matjes, Hering, Sprotten und Krabben sind die Klassiker. Wo es das beste Fischbrötchen gibt, lässt sich schwer sagen. Zu verschieden sind die individuellen Vorlieben. Da hilft nur: probieren und probieren. Rund um das Hotel Gran BelVeder in Scharbeutz gibt es praktischerweise einige Fischbrötchenbuden, zum Beispiel die Düne 1 gleich beim Hotel.

3. Watt oder Düne?

Nordsee oder Ostsee? Die beiden werden gerne einmal verwechselt. Dabei ist es recht einfach, sie zu unterscheiden. Ein paar Fakten für echte Ostsee-Kenner:

  • Die Ostsee hat, im Vergleich zu anderen Meeren, einen niedrigen Salzgehalt. Man merkt‘s beim Schwimmen und danach – die Haut wird weniger salzig.
  • An der Ostsee gibt es kaum einen Gezeitenunterschied. Man sieht’s, wenn man den Strand und den Wasserverlauf eine Zeitlang beobachtet.
  • Wo es zwischen Ebbe und Flut kaum einen Unterschied gibt, entsteht kein Wattenmeer. Schlickige Wattflächen, durch die man wandern kann, sind typisch für die Nordsee. An der Ostsee spaziert man stattdessen an kilometerlangen Sandstränden.
  • Bekannt ist die Ostsee nämlich auch für ihre Dünen, vom Wind angewehte Sandaufhäufungen.

4. Strandkörbe

Der Strandkorb ist eine Erfindung des Nordens. Schon ab dem 16. Jahrhundert sollen Vorläufer der heutigen Strandkörbe von Korbflechtern in Hamburg, Lübeck, Bremen und auch Köln erzeugt worden sein. An der Ostsee schützen Strandkörbe seit Ende des 18. Jahrhunderts Badende vom Wind. Um jene Zeit entstanden die ersten Seebäder in Deutschland. Heute sind Strandkörbe eine Selbstverständlichkeit an den Ostsee-Stränden. Gäste des Hotels Gran BelVeder in Scharbeutz in der Lübecker Bucht können sogar eine Übernachtung im Schlaf-Strandkorb buchen. Und am Morgen nach der Nacht unter dem Sternenhimmel das exquisite Frühstück im Hotel genießen.

 

5. Brodtener Steilküste

Eine Besonderheit in der ansonsten von flachen Sandstränden gesäumten Lübecker Bucht ist die Brodtener Steilküste bei Travemünde. Die bis zu 20 Meter hohe, rund vier Kilometer lange Steilküste zwischen Niendorf und Travemünde ist mit einem Wander- und Radweg erschlossen. Die Felsen bewohnt eine der größten Uferschwalbenkolonien Europas.

6. Mutter der Hanse

Fast 300 Städte vereinte die Hanse in ihrer Blütezeit. Die Vereinigung hatte eine große wirtschaftliche Bedeutung und war auch politisch und kulturell ein wichtiger Faktor. Bei der Gründung der Hanse im 12. Jahrhundert spielen Lübecker Kaufleute eine wesentliche Rolle und bis heute trägt Lübeck den stolzen Zusatz „Hansestadt“. Wer mehr über die Hanse, ihre Geschichte, Bedeutung und Ausdehnung erfahren will, besucht das Europäische Hansemuseum in Lübeck. Das 2015 eröffnete Gebäude ist auch architektonisch interessant: Das Ensemble besteht aus einem modernen Neubau, der sich gekonnt mit dem historischen Lübecker Burgkloster verbindet.

 

7. Lübecker Marzipan

Bei Marzipan-Liebhabern hat Lübeck einen klingenden Namen: Die Stadt ist eine wahre Marzipan-Hochburg. Wie es dazu kam? Überliefert sind mehrere Geschichten. Eine davon erzählt, dass in Lübeck einst eine Hungersnot herrschte. Es gab kein Korn mehr, um Brot zu backen. So trug der Senat den Lübeckern auf, alle Speicher nach Essbarem zu durchsuchen. Sie fanden Mandelvorräte und Zucker und machten daraus Marzipanbrote. Eine Spezialität, die bis heute Anklang findet.